Sankt Martin Historischer Spazierweg in Szombathely

Der Sankt Martin historischer Spazierweg führt von der Kalvarienkirche bis zu der Sankt Martin Kirche über 8 Stationen. Der Weg zeigt diejenigen Stationen, die mit den altchristlichen Tradtionen der Stadt verbunden sind. Kunstwerke und Informationsobjekte an den jeweiligen Stationen lenken die Aufmerksamkeit auf Episoden aus dem Leben des Heiligen Martin und des Heiligen Quirin.

1. Kalvarie, Martineum 

Der Pilgerweg des Sankt Martin Eurpäischen Kulturweges erreicht die Innenstadt von Szombathely bei der Kalvarie aus Richtung Slowenien. Auf der Erhöhung am westlichen Rande der Stadt wurde die erste Kalvarie wahrscheinlich Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut. Das Barockgebäude wurde 1901 umgebaut und schließlich 1906 um das Ordenshaus der Karmeliten erweitert. Der Gebäudekomlex wurde 1992 mit dem Katholischen Weiterbildungsinstitut (der heutige Name: Martineum Akademie für Erwachsenenbildung) erweitert.

Das nehegelegene und heute bereits größtenteils bebaute Gebiet war Jahrhunderte lang der Weinberg der Stadt. Der auf dem Hof des Martineums gestaltete themenpark zeigt römische Traditionen, die aus der Umgebung ausgegraben wurden. Bis 1908 stand auch eine Einsiedlerhütte in der Nähe. Die alte Hütte erinnert an Sant Leonianus aus Savaria, der in dem 6. Jahrhunder gelebt und in Gallien, in der Umgebung Autun und Vienne Klöster gegründet hat.

"Martin der Religionsschüler kleidet mich"  Werk von Tamás Somogyi

 Die bekannteteste Szene aus der Geschichte des Sankt Martin - er gibt die eine Hälfte seines Umhangs einem Bettler - ist auf zwei Bronztafeln abgebildet. Eine der beiden Bronzreliefs zeigt Martin, wie er seinen Umhang zweiteilt, auf dem anderen ist der Traum des Sankt Martin abgebildet.

 

2. Stelle des altertümlichen Theaters

An den westlichen Stadtrand gab es bereits in dem 3. Jahrhunderts ein Theater. Die war auch eine Stätte des Kaiserkultes. Hier wurde Quirin, der Bischof von Siscia vor ein weltliches Gericht gezerrt und zum Tode verurteilt. Die Quirin Passio schildert die Einzelheiten des Verhörs detailliert. Die Ruinen des Gebäudes sind ganz bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben und sogar noch in den 1880ern wurde hier ein Steinbruch betrieben. Die Steine des alten römischen Theaters wurden bei Bauarbeiten verwendet. Alte römische Steine sind aber auch in der Seitenwand der zu dem naheliegenden Wasserturm führenden Tiefstraße zu entdecken.

Der Weg von dem ehemaligen Theater zu der Perint Brücke hat eine besondere Bedeutung. Auf ihn wurde der heilige Quirin von dem Ort seiner Verurteilung zu der Brücke des Sibaris (Perint), dem Ort seiner Hinrichtung, geführt. In dem Mittelalter erschien dieser Weg erneut als "gesegneter Weg" in dem Leben der Stadt, denn hier stand bis zu dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zu der Kalvarie eine Stationsreihe. 

Die andere Tafel zeigt die Geschichte der Peinigung und Verjagung von Martin. Als er wieder an seinen Geburtsort zurückgekehrt ist, taufte er seine Mutter. Die Mehrheit der Bevölkerung waren zu dieser Zeit arianische Christen. Martin ging mit den Verbreitern der Irrlehren einen Streit ein und wurde anschließend aus der Stadt verjagt.

 Die Ketzer peinigen Martin und verjagen ihn aus Savaria -  Werk von László Koller

Die zwei gebogenen mit Abbildern durchgebrochenen Stahlplatten zeigen die Geschichte des Todesurtelis des Sankt Quirin und die Peinigung des Sankt Martin.

3. Sankt Quirin Gedenkstätte, Perint Brücke

In der unmittelbaren Nähe dieser Stelle befand sich bereits zu den Zeiten des Römers eine Brücke. Die genaue Position der römischen Brückenkopfes, welches sind lediglich einige Meter von der heutigen Brücke entfernt befand, untermauern archäologische Angaben. Dies ist der Schauplatz des Maryriums des Heiligen Quirin; mit dem Mühlenstein um seinen Hals wurde er in den Perint geworfen. An der Stelle, wo der Heilige gestorben war, wurde bereits zu den altchristlichen Zeiten eine Kultstätte gestaltet. József Elek Horváth, der als erster die Geschichte der Stadt auf Unfarisch schrieb und in dem Jahr 1825 veröffentlichte, ist den Erreignissen auf folgenden Weise engedenk:

"Mit höhnischen Gelächter wurde ein Mühlenstein um sien schwachen Hals gelegt

er wurde in die tosenden Fluten des Sibaris gestoßen.

Wo, zwar sein Hals wegen dem Stein erschwert war, sanft

Er oben schwebt ...."

Auf der rechten Geländer der Brücke in der Óperint Straße verweist die hängengeblibenen Draperie (bischöfliche Mozetta) auf den Märtirertod des Sankt Quirin.

"Wo das Wasser sein Leichnam an das Ufer brachte, wurde eime Gebetstätte errichtet."

 Die Gedenktafel is das Werk des Bildhauers András Endre Tornay, der Bischofsgürtel auf dem Brückengeländer ist das Werk von Gábor Veres

4. Kathedrale, Seminar, Bischofspalais 

Nach der Gründung des Bistums Szombathely widmete János Sziliy der erste Bischof , die Diözese in den Obhut des Sankt Martin und Sankt Quirin. In den Kapellen des des Seminars, der Kathedrale und des Bischofspalais sind die Abbildungen von Quirin und Martin zu finden. In der nördlichen Kapelle der Kathedrale ist die Reliquie des Sankt Martin, eine Schenkung des Erzbischofs von Tours aus dem Jahre 1913, zu finden. Das Sankt Martin Herme ist das Werk des Bildhauers István Tóth. Ebenfals in der Kathedrale ist das Sankt Martin Bild von Anton Maulbertsch aus dem Jahre 1791 zu sehen. Es war Maulbertsch, der das Decjenbild in dem Prunksaal des Bischofspalais gemalt hat, die Thematik ist: mit dem Heiligen Quirin und dem Heiligen Martin gelang das Christentum nach Pannonien. Ferenc Storno strich die "alte Kapelle" des Priesterseminars. Auf den Szenen den beiden Seiten des Tabernakels sind die Szene aus Amiens und der Traum Martins zu sehen. Die "neue Kapelle" ziert die Freske von Béla Kontuly aus dem Jahre 1941, welche das ganze Leben des Sankt Martin zeigt.

Richtungsinformazionsobjekt  -  Werk von Gábor Veres

Von dem in der Mitte der wegweisenden Komposition wegstehenden Steinelement aus, gehen sieben - in den Belag gesenkte - Wegweiser in der Richtung der angezeigten Ziele. In den steinernen Wegweisern wurde jeweils eine sybolische. kreisförmige Bronzetafel mit der  Darstellung der angezeigten Funktion angebracht. Die Reliefe wurden von dem Studenten des Bilhauers Gábor Veres geschaffen.  Kalvarie - Mercédesz Dorisz Molnár, Ruinengarten - Albert Farkas,  Kathedrale - Balázs Némethy,  Sala Terrena - László Koller,  Priesterseminar - Gábor Kékesi,  Iseum - Márton Vitéz Veres (St. Martin Kirche - Gábor Veres)

 

5. Hauptplatz, Stelle des Stadtturmes

Es sind zahlreiche Beschreinungen und Abbildungen über den Stadtturm erhalten geblieben und so weiß man, dass in dem 18. Jahrhundert auf dem Dachhelm ein Gemälde des Sankt Martin, am Anfang des 19. Jahrhunders seine Figur aus Blech zu sehen war. Der Turm brannte 1817 ab, seine Renovierung wurde fast zwei Jahrzente lang und 1837 wurde er schließlich abgerissen. Die Miniaturversion des Dachhelms ist in der Ausstellung des Sankt Martin Besucherzentrum zu sehen.

Mosaik -  Werk von Tibor T. Takács

Der alte Stadtturm stand auf dem Hauptplatz in der Nähe der Dreifaltigkeitsstatue. Die ehemalige Stelle zeigt heuter aus Mosaiksteinen gelegte Stadtwappen und die Aufschrift: "hier der Stadturm bis zu der Feuerkatastrophe 1817." Das Mosaik ist aus 81 X 81 Stück Granitsteinen in verschiedener Farbe gemacht und hat das Ziel den vermuteten Stadtturm graphisch darzustellen.

6. Savaria Platz

In der Legenda Aurea steht dieses Ereignis wie folgt geschrieben: " Martin war zum Anlass einer Feier in die Kirche unterwegs und ein unbekleider Bettler ging imh nach. Martin befahl dem Archediakon den armen Mann zu bekleiden, dieser zögerte aber. So ging Martin in die Sakristei und gab ihm seine eigene Tunika und bat den Mann sofort zu gehen. Als der Archediakon ihn warnte, dass er die Messe  beginnen soll, antwortete Martin - an sich selbst denkend - dass er solange solange nicht losgehen kann, bis der Bettler ein Gewand bekommt." In der Nähe befand sich das ehemalige Stadttor, durch welchen die Einwohner der Stadt in dem Mittelalter in die Sankt Martin Kirche - die sehr lange die Pfarrkirche der Stadt war - und auf den daneben liegenden und seit der Römerzeit kontinuierlich genutzten Stadtfriedhof gehen konnten.

"Der Bischof Martin gibt sein Kleid einem Bettler"

Werk von László Koller

Auf dem sich einengenden Ende des Hauptplatzes ist auf einem Stahlpfeiler stehenden Objekt Sankt Martin zu sehen, wie er seinen Umhang einem Bettler reicht. Das Werk stellt eine der eher selten abgebildeten Episoden aus der Legende des Sankt Martin dar.

7. Savaria Museum

In dem Park des Savaria Museums stehende Relief unter dem Pavillon zeigt Martin den Einsiedler und ruft viele bekannten Geschichten in Verbindung mit seiner Bischofswahl in Erinnerung: Martin versteckte sich unter Gänsen, als man ihn zum Bischof küren wollte. Die Gänse verrieten ihn aber mit ihrem Geschnatter und so konnte er der Aufgabe nicht weichen. Ein weiteres Elelement der Komposition ist eine Bronzetafel auf der die Figur des Sankt Martin in Mönchskutte und betend dargestellt ist. In der Ecke der Tafel hängt einem Haken in Form des Zeichens für den Monat der Skorpion ein Weinheber, als Anspielung auf die Verkostung des neuen Weines am Martinitag.

Sas Savaria Museum wurde auf die Intiative des Lulturvereins des Kmitates Vas in dem Jahre 1908 erbaut. In dem Lapidarium des Savaria Museums sind die wertvollsten Erinnerungsstücke zu sehen, wobei mehrere der ausgestekkten Objekte die Präsenz einer altchristlichen Bevülkerung aus dem 4-5. Jahrhundert beweisen.

Werk von Tamás Somogyi

Elemente der Komposition: gebogenes Element in Gänseform, einen liegenden Hund und eine Schlange darstellenden Elemente. Ein weiteres Element der Komposition ist eine Bronzetafel auf der die Figur des Sankt Martin in Mönchskutte und betend dargestellt ist. In der Ecke der Tafel hängt auf einem Haken in Form des Zeichens für den Monat der Skorpion ein Weinheber, als Anspielung auf die Verkostung des neuen Weines am Martinitag.

8. Sankt Martin Kirche, Sankt Martin Besucherzentrum  

Im Mittelalter war die Sankt Martin Kirche die Pfarrkirche der Stadt. György Draskovich, der Bischof von Gyõr, gab die Kirche den Dominikanern, die das Gebäude bis 1950 besaßen. Zu einem erhablichen Ausbau kam es in dem Zeitraum 1668 - 1674. Zu diseser Zeit wurde das Ordenshaus der Dominkaner, in dessen Erdgeschoss sich das Sankt Martin Besucherzentrum, erbaut. Ausstellungen in dem Besucherzentrum: Verehrung des Sankt Martin in Szombathely, Sankt Martin in der Volkstradition, Sankt Martin Darstellungen in West-Transtanubien, Dominanerordenszimmer.

Der Brunnen vor der Kirche wird bereits 1360 urkundlich erwähnt. Die Brunnenstatue (Sankt Martin tauft seine Mutter), aufgestellt in dem Jahre 1938, ist das Werk von István Rumi Rajki.

"Martin wurde in der Stadt Savaria in der Provinz Pannonia geboren"

An der Stelle der Sankt Martin Kirche stand bereits zu den Zeiten der Römer eine christliche Kultstätte. Die nördliche Seitenkapelle der Kirche wurde der Legende nach über das Geburtshaus von Sankt Martin gebaut.  Auch  die Aufschrift über dem Kapelleneingang zeugt hiervon: HIC NATUS EST S. MARTINUS - hier wurde Sankt Martin geboren.

 

9. Sankt Martin Friedhof

Derr Sankt Martin Friedhof ist einer der ältesten, bereits über zweitausend Jahre genutzten Friedhöfe Ungarns. Zu der Zeit der Römer befand sich hier der Gräbergarten der altchristlichen Gemeinde der Stadt. Hier durfte die lezte Ruhestätte des Heiligen Quirin gewesen sein und wahrscheinlich wurden hier viele, die in altchristlichen Zeiten aufgrund ihres Glaubens den Märtyrertod fanden, begraben.

 

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Vaspör - Pusztacsatár

Der Name Pusztacsatár bezieht sich auf das Dorf Csatár aus der Árpádenzeit, sowie auf den Beruf der Einwohner (Csatár = Schildmacher). In der Türkenzeit war das Dorf entvölkert, aber seine, der Junger Maria geweihte Kapelle wurde von den Gläubigen aus der Umgebung weiterhin besucht. Es galt bereits in dem 17. Jahrhundert als Pilgerort.         Vaspör

 

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