Berki-Berg

Ein großer Teil des Berki-Berges gehört heute zu Magyarföld. Am Berg hatten früher hauptsächlich Bauern aus Bajánháza ihre Weingärten. (Bajánháza war bis 1942 eine selbständige Gemeinde, heute ist es eine Teilgemeinde von Bajánsenye.) Hier verläuft die Grenze zwischen den Komitaten Vas und Zala.
Die nächste, vom Wanderweg Heiliger Martin betroffene Gemeinde ist Magyarföld, mit seinen lediglich zwei Dutzend Einwohnern. Bis 1895 trug es den Namen Dobraföld. Seine Sehenswürdigkeit ist die im Jahre 2008 erbaute Holzkirche. Mit dem Martinstag waren nicht nur bei den Katholiken, sondern auch im Kreise der Protestanten örtliche Bräuche verbunden. Im Wirtschaftsjahr galt der Martinstag als Grenzscheide, bezüglich der Rechtsgewohnheiten als Gerichtstag. Im „Berggemeinden-Protocollum“ der Weingemeinde Pártosfalva (heute Prosenjakovci, Slowenien) können wir z.B. Folgendes lesen:
„Ein Gerichtstag soll begangen werden nach dem Gebot der ehrwürdigen Berggemeinde, an jenen Tagen … wie am Samstag vor St. Martini, und Tagen nächst Mariä Lichtmeß, und St. Georg.”
„Weder Rindsvieh noch anderes Getier wird unterhalb samt oberhalb des Weinbergs auf dessen Gebiet bis zum Hl. Martinstag geduldet werden. Sollte innerhalb des Rains in Obstgaerten, Maehwiesen oder Weingaerten Schaden angerichtet und aufgefunden werden, so soll in saemtlichen Schadorten inner halb des Rains am Ort des Geschehens, bei vom Schwein zugefuegtem Schaden, das Tier – sei es vor oder nach dem Hl. Martinstag – durch Erschießen niedergestreckt werden. Sein Kopf soll nebst Braten dem Weinbergmeister anheim fallen, der Rest soll vom Geschaedigten unter den Gemeinderaeten verteilt werden. Sollte es sich um ein altes Rind, wie eine Kuh, einen Ochsen oder anderes Rindsvieh gehandelt haben, soll vom Weinbergmeister Geld in der Hoehe von 2 Gulden genommen (=2 Gulden Bußgeld verhaengt) werden, welche Gulden in den Besitz der Gemeinderaete ueberzugehen haben, fuer den Schaden im Weingarten des Geschaedigten hafte der Schaediger mit der Entrichtung der Bergabgaben desselben fuer das betreffende Jahr. Werden nach dem Hl. Martinstag Pferde oder Rindsvieher in einem Weingarten gefunden, so soll das Bußgeld einen Gulden betragen.”

Berki-Berg ist eine der Stationen des Via Sancti Martini von Szombathely nach Tours. Der Pilgerweg stellt einem der größten Heiligen des europäischen Christentums, dem in dem Jahre 316 oder 317 n. Chr. In Szombathely geborenen Sankt Martin, ein Denkmal. Martin ging entlang dieser Landschaft, als er aus seiner Geburtsstadt Szombathely zuerst nach Italien und später nach Gallien zog. Als Soldat hat er bei den Toren der Stadt Amiens seinen Mantel mit einem Bettler geteilt, um so sein Mitgefühl den Armen und Verwahrlosten gegenüber auszudrücken. Er gab seine militärische Laufbahn auf um zu bekehren, er organisierte christliche Gemeinden und gründete Klöster. Nach seiner Rückkehr in Savaria hat er auch seine Mutter getauft. Im Jahre 371 wurde er zum Bischof in Tour gewählt. Aufgrund seiner Bescheidenheit, Unverbundenheit und der vollbrachten Wunder genoss er großen Respekt. Er starb im Jahre 397.

Die St.-Martins-Stationen innerhalb Wanderweg folgenden Strecken:
Berki-Berg - Kercaszomor (Szomoróc 6 km) - Domonkosfa (Domanjševci 8 km)
Berki-Berg - Magyarföld (2 km) - Kerkáskápolna (3,5 km)

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Vaspör - Pusztacsatár

Der Name Pusztacsatár bezieht sich auf das Dorf Csatár aus der Árpádenzeit, sowie auf den Beruf der Einwohner (Csatár = Schildmacher). In der Türkenzeit war das Dorf entvölkert, aber seine, der Junger Maria geweihte Kapelle wurde von den Gläubigen aus der Umgebung weiterhin besucht. Es galt bereits in dem 17. Jahrhundert als Pilgerort.         Vaspör

 

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